Begegnungszentrum für Russlanddeutsche

ID: 
408
Kirchenkreis: 
Augsburg
Ort: 
Augsburg
Angesiedelt: 
Großstadt

Ein Projekt der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St.Thomas in Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Johannes Augsburg und dem Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werks Augsburg.

Wenn Menschen ihr Land verlassen und versuchen, woanders neu anzufangen und Fuß zu fassen, ist das nicht immer ein reibungsloser und schon gar kein einfacher Prozess. Kulturelle Unterschiede führen schnell zu Irritationen und im schlimmsten Fall dazu, dass die Offenheit und die Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen, leidet oder ganz verlorengeht. Im Begegnungszentren für Russlanddeutsche in der Augsburger Chapel soll genau diese Konsequenz, die für die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger im schlimmsten Fall in die Isolation mündet, vermieden werden. Die Sozialpädagogin Elena Filippova und Pfarrerin Snewit Aujezdsky bieten dort speziell für Russlanddeutsche unter anderem Sozialberatung, eine Krabbelgruppe, den zertifizierten Erziehungskurs "Starke Eltern, starke Kinder" in russischer Sprache sowie einen Religionskurs an.

Nach der Anlaufphase "brummte" das f.i.t-Projekt im Jahr 2013 so richtig. Die Krabbelgruppe in St. Johannes ist jetzt genau wie die Mutter-Kind-Gruppe in der Chapel, St. Thomas, bilingual. Die Leiterin der Gruppe hat dafür eine russisch sprechende "Stadtteilmutter" als Mitarbeiterin zur Seite gestellt bekommen, damit die deutsch-russische Zweisprachigkeit der Kinder optimal gefördert werden kann. Bei den russlanddeutschen Eltern schafft das viel Vertrauen und weckt Begeisterung.

Der Kurs "Starke Eltern, starke Kinder" in russischer Sprache war ebenso wie die in Verbindung mit den Kursen angebotene Selbsthilfegruppe für russischsprachige Eltern und die Erziehungsberatung in russischer Sprache gut besucht.

Ein echter Renner ist auch die Hausaufgabenbetreuung. Von zwei Grundschulen kommen viele Kinder verschiedenster Herkunft. Die Zusammenarbeit mit den JugendsozialarbeiterInnen an den Schulen und dem Jugendamt läuft bestens. Für die Eltern der betreuten Kinder gibt es seit Herbst 2013 den Familientreffpunkt "Elterncafé". Sie haben dort die Möglichkeit, untereinander sowie mit den pädagogischen Fachkräften ins Gespräch zu kommen.

(10/2014)

Projektstatus: